Velos für Afrika
Velos für Afrika schafft im Süden und Norden ökologische, ökonomische und soziale Perspektiven.
Das Velorecycling in der Schweiz und der Veloexport in afrikanische Länder ermöglicht Erwerbsarbeit und Mobilität. Sie leisten einen wirkungsvollen Beitrag an die Transportkosten der Velos per Container und Schiff nach Afrika. Mit ihrer Unterstützung kann das seit 17 Jahren bewährte Engagement der Recycling-Werkstätten Gump- & Drahtesel in Bern-Liebefeld, einem Unternehmen der Stiftung für soziale Innovation, und ihrer Partnerbetriebe schweiz- und weltweit kontinuierlich und kompetent weitergeführt und intensiviert werden. Mit ihrer Hilfe fördert Velos für Afrika nicht nur die erdölunabhängige und CO2-freie Mobilität in Afrika mit guter Recycling-Ware.
Velos für Afrika schafft im Süden Arbeit und Einkommen in den Bereichen Montage, Verkauf und Unterhalt. Indirekt entstehen weitere Arbeitsplätze bei jenen Menschen, die ein Velo erwerben und damit eine Erwerbstätigkeit begründen können, z.B. indem sie Waren an verschiedenen Orten und Märkten verkaufen. Solch informeller Handel ist für eine Mehrheit der afrikanischen Bevölkerung eine wichtige Einkommensquelle, selbst für Staatsangestellte, deren Lohn oft nicht existenzsichernd ist. Nutzniessende sind letztlich alle VelokäuferInnen: Krankenschwestern erreichen mit dem Velo ihre Patienten, Bauern bringen damit ihre Ernte ein, Schüler überwinden die langen Distanzen zur Schule, Frauen gelangen auf die oft weit auseinander liegenden Felder. Die eingesparte Zeit kommt der Verrichtung anderer existentieller Aufgaben zugute.
In der Schweiz profitieren vom Projekt Velos für Afrika Menschen ohne Erwerbsarbeit, die sich dank temporären Werkstatt-Einsätzen in den Velos für Afrika-Partnerbetrieben schweizweit persönlich gestärkt und beruflich besser ausgebildet wieder in den «normalen» Arbeitsprozess integrieren können. Je nach Arbeitsmarktlage weisen beispielsweise rund 70 Prozent aller Teilnehmenden in den Recycling-Werkstätten Gump- & Drahtesel nach ihrem Einsatz eine stabile zukunftsweisende Lösung aus. Die ökonomischen, ökologischen und sozialen Werte von Velos für Afrika fordern und fördern so auch im Norden die Arbeit im Alltag.
«Velos für Afrika» wird von Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur aktiv unterstützt. So zeichnen EMIL/Niccel Steinberger, Franz/ Ursula Hohler oder Simone/Matthias Niggli-Luder als offizielle Botschafterinnen und Botschafter.
Die Schwab Stiftung für Social Entrepreneurship zeichnete Gump- & Drahtesel-Gründer und -Gesamtleiter Paolo Richter (und sein Team) im Oktober als «Swiss Social Entrepreneur 2009» aus. Die Stiftung von Hilde Schwab und Professor Klaus Schwab, Gründer des World Economic Forums WEF, ehrt mit dem Titel zum vierten Mal einen Schweizer Unternehmer, dessen Organisation gesellschaftliche oder ökologische Herausforderungen mit innovativen und nachhaltigen Lösungen angeht.
Mehr zu allem auf www.velosfuerafrika.ch
Stand 11_09

